Android hinter iOS: Entwickler stört starke Fragmentierung

Während bei den Nutzern Android klar vor iOS steht, sieht es bei den Entwicklern gänzlich anders aus. So wird der Android Bereich von Spiele- und App-Programmierern weiter auf Platz zwei geführt, hinter iOS. Schuld ist die starke Fragmentierung des Betriebssystems, welche bei Apples iOS gar nicht vorhanden ist. Aber auch die unterschiedlichen Hardware-Anforderungen der Smartphone-Hersteller machen den Entwicklern das Leben schwer.
Fragmentierung = Weniger Innovationen?
Auch, wenn praktisch jeder seine Apps in den Google Play Store laden kann, ist Android immer noch in einer schlechten Situation. Der Grund dafür liegt in der starken Fragmentierung, die durch die unterschiedlichen Hersteller-Versionen zustande kommt. Außerdem schrecken die von Hobbyentwicklern programmierten Apps Neunutzer ab, die vielleicht schönere und nützlichere Apps hätten herstellen können.
Auch die professionellen Entwickler sehen dies so, stoßen jedoch an ganz anderen Ecken an ihre Grenzen. Muss ein Entwickler für iOS seine App lediglich für ein Gerät programmieren, sind es bei Android gleich mehrere Hundert Geräte und dutzende Versionen, die berücksichtigt werden müssen. Auch die unterschiedlichen Auflösungen und Formfaktoren sind ein Hindernis (4:3, 16:9, 16:10,…)
Was kann Google dagegen machen?
An sich hat Google nur zwei Möglichkeiten, die Attraktivität von Google Play zu steigern.
- Es muss ein Hardware-Standard festgelegt werden, der Display, Prozessor und Speicherplatz beinhaltet.
- Hersteller dazu bewegen, die Updates auch auf älteren Smartphones zu installieren, um die Fragmentierung zu verringern.
Entscheidet sich Google für eine dieser Lösungen oder sogar beide, bleibt dem Konzern eine Möglichkeit. Ansonsten bekommt Android bald einige Probleme.
